Ratgeber Biotoiletten

Hier erhalten Sie Informationen zu der Funktionalität, den Einsatzbereichen und den Vor- und Nachteilen von Biotoiletten.

Biotoiletten können in Deutschland bereits seit geraumer Zeit eine wachsende Anhängerzahl verzeichnen, deren Anfänge im Aufleben der Selbstversorgerszene und der Permakultur Mitte der siebziger Jahre verortet werden können. In Zeiten von immer bedrohlicher wirkenden Klimaszenarien wenden sich immer mehr Menschen einer bewussteren Lebensweise zu und versuchen somit, ihren Alltag nachhaltiger zu gestalten. Die Bereitschaft diesbezüglich etwas zu verändern oder auf manche Gewohnheiten zu verzichten, geht dabei oft schon über die Wahl des Verkehrsmittels oder die Entscheidung für bewusstes Konsumverhalten hinaus. So hinterfragen mittlerweile immer mehr Menschen die Umweltverträglichkeit von herkömmlichen WCs und wenden sich alternativen Toilettensystemen wie den Biotoiletten zu. Doch was genau ist überhaupt eine Biotoilette und was zeichnet sie aus? Dieser Frage wollen wir uns im folgenden Artikel widmen.

Was ist eine Biotoilette?

Die Bezeichnung „Biotoilette“ ist gewissermaßen ein Sammelbegriff für zwei verschiedene, wenn auch in einem entscheidenden Aspekt sich ähnelnden Arten von Toiletten. Das heutzutage überaus vielseitig verwendete Wörtchen „Bio“ bezeichnet allgemein die Naturverträglichkeit von Produkten bzw. weist deren nachhaltige Produktionsbedingungen nach. Auch im Begriff „Biotoilette“ erfüllt es diese Konnotation. Folglich sind unter dieser Bezeichnung all jene Toilettenvarianten zusammengefasst, die eine besonders umweltverträgliche Funktionsweise vorweisen können und folglich besonders nachhaltig sind.

Diese spezielle Anforderung trifft auf zwei alternative Toilettensysteme zu: Humus- bzw. Komposttoiletten und Trenntoiletten. Oft hört man zudem auch die Bezeichnung Trockentoilette. Dahinter verbirgt sich allerdings nichts anderes als eine Toilette, deren Funktionsweise ohne Wasserspülung auskommt. Da dieser Umstand sowohl auf Kompost- als auch auf Trenntoiletten zutrifft, soll im Folgenden zwischen diesen beiden Toilettenvarianten unterschieden werden.

Sowie Kompost- als auch Trenntoiletten zeichnet also eine wasserlose Funktionsweise aus, was sie verglichen mit einem herkömmlichen WC weitaus nachhaltiger – also „Bio“ – macht. Denn wo kein Wasser vonnöten ist, wird dieses weder verbraucht noch muss entstandenes Schwarzwasser aufwendig wiederaufbereitet werden, wie es bei einer herkömmlichen Toilette der Fall ist. Darüber hinaus bieten einem sowohl Kompost- als auch Trenntoiletten die Möglichkeit, die Ausscheidungen zu sammeln, zu kompostieren und diese schließlich in Form von Humus der Natur wieder zurückzuführen.

Zwei wesentliche Aspekte der Funktionalität von Trenn- und Komposttoiletten, die ihnen das Prädikat „Bio“ verleihen, wären damit bereits aufgeführt. Warum es sich jedoch darüber hinaus auszahlt, sich für den Kauf einer Biotoilette zu entscheiden, soll im folgenden Abschnitt dargestellt werden.

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Warum eine Biotoilette?

Das Hauptargument für die Anschaffung einer Biotoilette besteht zweifelsohne in den Vorzügen, die sich aus der wasserlosen Funktionsweise ergeben.

In Deutschland liegt der tägliche Wasserverbrauch pro Kopf je nach Verbrauchsprofil zwischen 112 und 142 Litern. Davon fallen allerdings lediglich 3 Liter für Trinken und Kochen an. Die verbleibenden 109 bzw. 139 Liter fallen für Grauwasser (Abwasser aus Reinigung und Körperpflege) und insgesamt 40 Liter für die Toilettenspülung an! Allein die Menge an Wasser, welche sich mit einer Biotoilette durchschnittlich pro Tag einsparen lässt, wäre somit ausreichend, um sich davon fast 14 Tage zu ernähren. Darüber hinaus vermeiden Biotoiletten dank des Verzichts auf eine Toilettenspülung letztlich auch dessen Umwandlung in Schwarzwasser, was nicht nur die Umwelt entlastet, sondern auch der Kommunalverwaltung zugutekommt. Denn Schwarzwasser muss in den örtlichen Abwasserbetrieben zum einen in verschiedenen aufwendigen Verfahren und unter Einsatz chemischer Substanzen wiederaufbereitet werden, und kostet die Abwasseraufbereitungsbetriebe zum anderen im Durchschnitt 4,74€ pro Kubikmeter Abwasser – Geld, das sich mit der Verwendung einer Biotoilette also leicht einsparen und an anderer Stelle sinnvoller einsetzen ließe.

Weiterführende Informationen zum Thema Wasserverbrauch und Nachhaltigkeit haben wir hier für Sie zusammengetragen.

Aus der wasserlosen Funktionsweise von Biotoiletten ergibt sich für den Nutzer außerdem ein Höchstmaß an Autarkie – denn dank der Unabhängigkeit von einem Wasser- und Kanalisationsanschluss genießt man auch bei der Standortwahl der Biotoilette maximale Entscheidungsfreiheit und Flexibilität. So können Biotoiletten – sofern deren Maße bzw. die Modellausführung es ermöglicht – prinzipiell überall im Haus oder auch im Außenbereich aufgestellt werden und eignen sich somit beispielsweise hervorragend als Gartentoilette für Klein- und Schrebergärten.

Ein immenser Vorteil von Biotoiletten besteht darüber hinaus in der Möglichkeit, die gesammelten Ausscheidungen zu kompostieren und der Natur somit wertvolle Nährstoffe zurückzuführen. Bei Komposttoiletten weist bereits die Begriffsbezeichnung der Toilettenvariante auf diese Funktionalität hin, doch auch Trenntoiletten ermöglichen die Kompostierung bzw. Umwandlung der getrockneten Fäzes zu wertvollem Humus. Inwiefern sich beide Toilettenvarianten dabei hinsichtlich ihrer Funktionsweise unterscheiden und worauf bei den verschiedenen Modellen diesbezüglich geachtet werden sollte, wird im Abschnitt „Funktionsweise einer Biotoilette“ genauer erklärt.

Schließlich vermindern Biotoiletten dank ihrer Funktionsweise zuverlässig die Geruchsbildung bzw. vermögen diese sogar vollständig zu unterbinden.  Denn die weit verbreitete Annahme, dass die Verwendung von Wasser bei einer herkömmlichen Toiletten Gerüche reduziert, ist letztendlich ein Trugschluss, da vielmehr das Gegenteil der Fall ist! Die Hauptursache für die Bildung unangenehmer Gerüche lässt sich grundsätzlich darauf zurückführen, dass flüssige und feste Ausscheidungen nicht getrennt werden. Bei den sodann einsetzenden Fäulnis- und Zersetzungsprozessen kommt es zur Entstehung eines unliebsamen Nebenproduktes, des Ammoniaks, welches für einen Großteil der unangenehmen Gerüche verantwortlich ist. Je größer außerdem der Feuchtigkeitsanteil ist, desto förderlicher wirkt sich dieser Umstand auf die Geruchsbildung aus. Biotoiletten, welche die Trennung der Ausscheidungen ermöglichen (also Trenntoiletten), erreichen folglich eine maximale Geruchsreduzierung und ermöglichen so eine besonders komfortable Nutzung.

Umfassende Informationen zum Thema Geruchsneutralität und -vermeidung haben wir Ihnen hier zusammengestellt.

Trobolo Trenntoiletten Systeme Funktionsweise
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Funktionsweise einer Biotoilette

Wie bereits dargestellt, zeichnen sich Biotoiletten modellübergreifend durch ihre wasserlose Funktionsweise aus. Davon einmal abgesehen gibt es hinsichtlich der Funktionalität jedoch diverse Unterschiede.

Klassische Komposttoiletten fangen Urin und Fäzes ungetrennt in einem einzigen Behälter auf, um diese dort in nährstoffreiche Komposterde umzuwandeln. Bei kleineren Modellen beträgt das Fassungsvermögen des Sammelbehälters zwischen 20-200l, welches allerdings nur eine Vorkompostierung der Ausscheidungen ermöglicht, da die vollständige Umwandlung in reife Komposterde in etwa 24 Monate in Anspruch nimmt und folglich ein entsprechend großes Auffangvolumen des Sammelbehälters voraussetzt. Sofern man also eine direkte Kompostierung der Ausscheidungen im Auffangbehälter anstrebt, sollte dessen Fassungsvermögen mehrere hundert Liter betragen. In diesem Fall muss man sich jedoch auch unweigerlich über eine geeignete Belüftung Gedanken machen. Denn zum einen ist Sauerstoff für den Rotteprozess unabdingbar, zum anderen entstehen bei diesem Fäulnisgase und Wärme, die hin und wieder abgeleitet werden müssen. Komposttoiletten mit integriertem Komposter kommen also nicht ohne ein entsprechendes Belüftungssystem aus. Darüber hinaus benötigen diese oft zusätzliches elektrisches Zubehör wie Rührwerke oder Heizstäbe und sind folglich auf einen entsprechenden Stromanschluss angewiesen.

Die Nutzung einer klassischen Komposttoilette unterscheidet sich schließlich nur geringfügig von der eines herkömmlichen WCs. Lediglich auf die Wasserspülung muss aufgrund der spezifischen Funktionsweise verzichtet werden. Stattdessen gibt man auf die gesammelten Ausscheidungen nach jedem Toilettengang etwas Einstreu. Dieses dient sowohl der Bindung von Flüssigkeiten und Feuchtigkeit als auch der Geruchsminimierung. Da Urin und Fäzes jedoch ungetrennt gesammelt werden und insbesondere in deren Vermengung eine der Hauptursachen für die Entstehung unangenehmer Gerüche besteht, ist bei Komposttoiletten eine große Menge an Einstreu vonnöten, um den Urin vollständig binden zu können. Zudem braucht ein gut funktionierender Kompost zwar eine gewisse Grundfeuchte, die Verwässerung des Materials führt jedoch dazu, dass sich die Rotte verlangsamt und faulig zu riechen beginnt, was die Verwendung von Einstreu unabdingbar macht.

Ausführliche und weiterführende Informationen zum Thema Kompostierung finden Sie hier.

Trenntoiletten wie das TROBOLO® zeichnen sich dadurch aus, dass ihre Funktionsweise nicht nur vollständig ohne Wasser auskommt, sondern zudem und im Gegensatz zu Komposttoiletten die Trennung der Ausscheidungen ermöglicht. Dank eines integrierten Separators werden Urin und Fäzes beim Toilettengang automatisch in zwei verschiedene Behälter geleitet. Der Urin fließt dabei im vorderen Bereich der Trenntoilette in einen Flüssigkeitsbehälter, während die Feststoffe im hinteren Bereich in einem separaten Feststoffbehälter gesammelt werden. Dieser ist zusätzlich mit einem Auffangbeutel bzw. Inlay ausgestattet, um zum einen der Verschmutzung des Sammelbehälters vorzubeugen und zum anderen dessen bequeme und hygienische Entleerung zu gewährleisten.

Ein unabdingbarer Bestandteil der fachgerechten Funktionsweise von Trenntoiletten ist zudem – wie auch bei Komposttoiletten – die Verwendung von Einstreu. Dieses wird nach dem Toilettengang jedoch ausschließlich auf die festen Ausscheidungen gegeben, da der Urin dank Trennsystem separat von diesen gesammelt wird. Folglich ist eine wesentlich geringere Menge an Einstreu erforderlich, als es bei Komposttoiletten der Fall ist, da lediglich die Feuchtigkeit der Feststoffe und nicht zusätzlich jene des Urins gebunden werden muss! Auch bei Trenntoiletten dient das Einstreu zudem der Minimierung unangenehmer Gerüche. Anders als bei klassischen Komposttoiletten wird deren Entstehung jedoch bereits durch die Trennung von festen und flüssigen Ausscheidungen entscheidend vorgebeugt. Die Nutzung einer Trenntoilette gestaltet sich diesbezüglich somit wesentlich komfortabler.

Sobald der Auffangbehälter bzw. das Inlay seine Kapazitätsgrenze erreicht hat, kann dieses entnommen und entsorgt werden. Die Entleerung kann dabei zwar über den Hausmüll erfolgen, doch letztendlich sind die Fäzes dank Einstreu soweit getrocknet, dass sie sich problemlos zusammen mit weiteren biologischen Abfällen aus Garten und Küche kompostieren lassen. Sofern Sie sich für die Verwendung von biologisch abbaubaren Inlays entscheiden, können Sie diese dem Komposter samt Inhalt bedenkenlos hinzugeben. Der gesammelte Urin lässt sich schließlich mit Wasser vermengt (Verhältnis 1:8) als Pflanzendünger einsetzen oder über eine fest installierte Toilette entsorgen.

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Zubehör, Entsorgung und Reinigung

Aufgrund der ähnlichen Funktionsweise von Biotoiletten weisen diese auch hinsichtlich des Zubehörs einige Parallelen auf. Neben Toilettenpapier sind sowohl Nutzer von Kompost- als auch von Trenntoiletten auf die Verwendung von Einstreu angewiesen. Wie bereits erwähnt, benötigt man bei Trenntoiletten jedoch deutlich weniger Einstreu als bei Komposttoiletten, da der Urin nicht zusätzlich gebunden werden muss. Für beide Toilettenvarianten empfiehlt sich zudem die Verwendung eines Abluftsystems, allerdings aus verschiedenen Gründen. Während eine Komposttoilette mit integriertem Komposter zwingend auf ein Belüftungssystem angewiesen ist, um beispielsweise den Sauerstoffgehalt und die Luftzufuhr des Komposters zu regulieren, dient ein Abluftsystem bei Trenntoiletten ausschließlich der Geruchseliminierung und ist somit zwar empfehlenswert aber nicht unbedingt notwendig. Zum elementaren Zubehör von Trenntoiletten zählen schließlich außerdem der Flüssigkeits- und Feststoffbehälter sowie für Letzteren austauschbare Inlays, welche es in der herkömmlichen Kunststoffausführung oder als biologisch abbaubare Variante gibt.

Auch die Entsorgung der Ausscheidungen gestaltet sich bei Biotoiletten im Allgemeinen recht einfach und bedarf eines sehr überschaubaren Aufwandes. Komposttoiletten, deren Sammelbehälter nur eine begrenzte Kapazität aufweist, müssen die vorkompostierten Ausscheidungen bei Erreichen des Fassungsvermögens entnommen und einem entsprechend größeren Komposter hinzugefügt werden, wo diese schließlich den kompletten Rotteprozess durchlaufen können. Bei Komposttoiletten mit integriertem und ausreichend großem Komposter entfällt dieser Schritt konsequenterweise – und somit auch eine Entsorgung der Ausscheidungen. Bei Trenntoiletten richten sich die Entleerungsintervalle des Feststoffbehälters in erster Linie nach der Beschaffenheit der verwendeten Inlays. Während Kunststoffinlays generell erst dann entsorgt werden müssen, wenn die jeweilige Füllmenge erreicht ist, sollten kompostierbare Inlays nach etwa einer Woche ausgetauscht werden, da sonst bereits der Zersetzungsprozess einsetzt. Kunststoffinlays lassen sich schließlich bequem über den Hausmüll entsorgen oder im hauseigenen Komposter entleeren; biologisch abbaubare Inlays können sogar vollständig im Komposter entsorgt werden.

Die Reinigung von Biotoiletten beschränkt sich zumeist auf das feuchte Abwischen der Sitzflächen und unterscheidet sich diesbezüglich nicht von der Säuberung eines herkömmlichen WCs. Bei Trenntoiletten verringert sich der Reinigungsaufwand zusätzlich dank der austauschbaren Inlays des Feststoffbehälters und ist damit sogar geringer als der einer herkömmlichen Toilette. Denn: Da die festen Ausscheidungen ausschließlich mit den Inlays in Kontakt kommen, besteht die Reinigung des Feststoffbehälters aus deren Entnahme und Entsorgung der Auffangbeutel und ist folglich in wenigen Handgriffen erledigt.

Einsatzbereiche

Dank der wasserlosen Funktionsweise und der dadurch gewonnenen Autarkie lassen sich Biotoiletten grundsätzlich überaus flexibel einsetzen. Da weder ein Wasser- noch ein Kanalisationsanschluss vonnöten ist, eignen sie sich sowohl für den Innen- als insbesondere auch für den Außenbereich. Abgesehen von den Modellen mit integriertem Komposter, die aufgrund der Reaktorgröße vor allem für die Platzierung im Innenbereich eine entsprechende Grundfläche voraussetzen, genießt man somit bei der Standortwahl einer Biotoilette maximale Entscheidungsfreiheit. Aufgrund der speziellen Funktionalität und Unabhängigkeit von den oben genannten Anschlüssen sind sie allerdings besonders für solche Orte prädestiniert, an denen kein Zugang zur Kanalisation vorhanden ist. Folglich sind Biotoiletten optimal für den Einsatz in Klein- bzw. Schrebergärten, Hundeschulen, Kitas, Reiterhöfen oder auch Wochenend- und Ferienhäusern sowie in Wohnmobilen, Vans und auf Booten geeignet. Die einzige Einschränkung bei der Standortwahl ergibt sich aus der elektrischen Funktionsweise des Abluftsystems einiger Modelle, für die somit vorhandene Stromanschlüsse eine notwendige Voraussetzung darstellen.

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Vor- und Nachteile im Überblick

Die vorangehenden Ausführungen veranschaulichen die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten von Biotoiletten und legen insbesondere deren durchdachte und nachhaltige Funktionsweise dar. Welche Vor- und Nachteile sich für Sie jedoch ganz konkret durch die Anschaffung einer Biotoilette ergeben, soll im Folgenden noch einmal als Überblick dargestellt werden.

Vorteile

  • Wasserlos: Kein Anschluss an das Kanalisationssystem erforderlich
  • Autarkie: Die Unabhängigkeit vom Wasser- und Kanalisationsanschluss gewährleistet eine größtmögliche Ungebundenheit bei der Standortwahl der Biotoilette
  • Schließung des Nährstoffkreislaufs: Die Kompostierung der gesammelten Ausscheidungen ermöglicht letztendlich deren Umwandlung in reife und nährstoffreiche Komposterde, die anschließend auf Zierpflanzenbeeten ausgetragen werden kann. So gelangen Nährstoffe, die man einst über die Nahrung aufgenommen hat, wieder zurück in den Erdboden und der Nährstoffkreislauf schließt sich
  • Nachhaltigkeit: Biotoiletten sparen täglich mehrere Dutzend Liter an Wasser ein und vermeiden außerdem das Entstehen von Schwarzwasser
  • Hygienisch: Die Kunststoff- und Holzsitzflächen ermöglichen eine einfache und hygienische Reinigung; die Entleerung des Feststoffbehälters geschieht in wenigen Handgriffen
  • Geruchsarm bzw. -neutral: Einstreu und Abluftsystem reduzieren bei Komposttoiletten zuverlässig die Geruchsbildung; bei Trenntoiletten lassen sich entstehende Gerüche dank Trenn- und Abluftsystem sogar vollständig eliminieren
  • Frei von Chemikalien: Die Zersetzung von festen und flüssigen Ausscheidungen erfolgt auf natürliche Art und Weise und wird nicht durch umweltschädliche Substanzen unterbunden

Nachteile

  • Lange Kompostierungsintervalle: Bis zur vollständigen Umwandlung der Ausscheidungen in reife Komposterde vergehen in der Regel zwei Kalenderjahre
  • Platzraubend: Biotoiletten mit integriertem Komposter benötigen zwangsläufig ein Auffangvolumen von mehreren hundert Litern, was dementsprechend viel Platz beansprucht
  • Stromanschluss bzw. -kosten: Einige Modelle setzen auf ein elektrisches Abluftsystem und benötigen einen entsprechenden Anschluss. Große Kompostreaktoren kommen außerdem nicht ohne weiteres elektrisches Zubehör aus und erhöhen somit – wenn auch geringfügig – die Kostenbilanz

Fazit

Biotoiletten überzeugen neben ihrer wasserlosen und somit nachhaltigen Funktionsweise insbesondere durch die Möglichkeit, die Ausscheidungen zu kompostieren – sei es direkt in einem integrierten, oder dezentral in einem dafür bereitgestellten Komposter. Dank der Kompostierung von festen und flüssigen Ausscheidungen können die darin enthaltenen Nährstoffe in Form von wertvollem Humus dem Erdboden zurückgeführt und somit der Nährstoffkreislauf geschlossen werden. Die Einsatzorte von Biotoiletten sind zudem überaus vielfältig und beschränken sich nicht etwa nur auf den Außenbereich, wo die Verwendung einer herkömmlichen Toilette aufgrund mangelnder Anschlussmöglichkeiten ausgeschlossen ist. Vielmehr bieten sich Biotoiletten auch für den Innenbereich als umweltschonende Alternative zum WC an und weisen im Vergleich zu diesem zahlreiche Vorteile auf. Vor allem Trenntoiletten wie unsere TROBOLO® überzeugen beim Einsatz in den eigenen vier Wänden. Denn: Das zuverlässig arbeitende Trennsystem reduziert entstehende Gerüche auf ein Minimum und ist diesbezüglich weitaus effektiver als ein WC. Darüber hinaus ist der Reinigungsaufwand einer Trenntoilette dank hygienischer und einfacher Entleerung deutlich geringer als bei einer herkömmlichen Toilette. Somit sind Biotoiletten vielmehr als eine nachhaltige Alternative zu WCs, sondern diesen tatsächlich in vielerlei Hinsicht überlegen und überdies eine Anschaffung, die Ihnen Mutter Natur danken wird.

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